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Verena Radkau Garc¡a, Werner Dreier, Eduard Fuchs, Hans Utz (Hg.) (Hrsg.) Schlüsselbilder des Nationalsozialismus Fotohistorische und didaktische Überlegungen

Ungeachtet des visual turn in der Geschichtswissenschaft und der steigenden Zahl von fachwissenschaftlichen Publikationen zur Bedeutung von Bildern als Quellen bietet der Umgang mit Fotos in den Medien nach wie vor Grund zur Diskussion. Dies gilt gerade auch für Fotos zum Nationalsozialismus. In Fernsehdokumentationen, Filmen und der Presse, aber auch in anderen „Massenmedien“ wie Lehrbüchern und Unterrichtsmaterialien taucht immer wieder ein Kanon von Bildern auf, die im Auftrag des NS-Regimes gemacht wurden, ohne dass dieser propagandistische Kontext explizit dokumentiert und kritisch hinterfragt wird. Zugespitzt kann man konstatieren: Je mehr ein Foto zur „Ikone“ wird, desto stärker ist die Versuchung es zu enthistorisieren. Das Anliegen dieser Publikation ist es, die Bedeutung solcher Fotos im historisch-kulturwissenschaftlichen Kontext aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren. Die steigende Bedeutung von Fotos und bewegten Bildern als Informationsträger im Zuge der aktuellen Entwicklungen auf dem Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien verleiht diesem Anliegen seine gesellschaftliche Relevanz.

Tagungsband zu den 3. Strobler Schulbuchgesprächen (18.-20. April 2008)

 

Werner Dreier, Eduard Fuchs, Verena Radkau, Hans Utz (Hg.): Schlüsselbilder des Nationalsozialismus. Fotohistorische und didaktische Überlegungen. Innsbruck (Studienverlag) 2008

Ungeachtet des visual turn in der Geschichtswissenschaft und der steigenden Zahl von fachwissenschaftlichen Publikationen zur Bedeutung von Bildern als Quellen lässt der Umgang mit Fotos in den Medien nach wie vor zu wünschen übrig. Dies gilt gerade auch für Fotos zum Nationalsozialismus. In Fernseh-dokumentationen, Filmen und der Presse, aber auch in anderen „Massenmedien“ wie Lehrbüchern und Unterrichtsmaterialien taucht immer wieder ein Kanon von Bildern auf, die im Auftrag des NS-Regimes gemacht wurden, ohne dass dieser propagandistische Kontext explizit dokumentiert und kritisch hinterfragt wird. Zugespitzt kann man konstatieren: Je mehr ein Foto zur "Ikone" wird, desto stärker ist die Versuchung es zu enthistorisieren.
Das Anliegen dieser Publikation ist es, die Bedeutung solcher Fotos im historischkulturwissenschaftlichen Kontext aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren. Die steigende Bedeutung von Fotos und bewegten Bildern als Informationsträgern im Zuge der aktuellen Entwicklungen auf dem Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien verleiht diesem Anliegen seine gesellschaftliche Relevanz.

Inhaltsverzeichnis, Einleitung - download

 

Die Tagung

Fotos des Nationalsozialismus in Geschichtsbüchern. Fotohistorische und didaktische Überlegungen

(Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, Strobl am Wolfgangsee, )

 waren eine Kooperation mit den Abteilungen für Politische Bildung und der Schulbuchabteilung im bmukk, der Fachhochschule Nordwestschweiz, dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung sowie dem Verein Transdisziplinär in Wien. Eingeladen waren SchulbuchgutachterInnen, VerlagsvertreterInnen und ReferentInnen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, unter ihnen auch einige SchülerInnen. Die Tagung wurde vorbereitet durch Peter Gautschi und Hans Utz (FH Nordwestschweiz), Verena Radkau (Eckert-Institut), Eduard Fuchs (Verein Transdisziplinär) sowie Peter Niedermair und Werner Dreier.
Die Ergebnisse der Tagung werden in einem Tagungsband publiziert.
 

 

Zeit

 

Chair

ReferentInnen

Fr 14-15

Begrüßung

Einführung Eröffnung

Sonja Hinteregger-Euller, Leiterin Schulbuch-Abteilung

Manfred Wirtitsch, Leiter Abteilung Politische Bildung

 

Die Veranstalter

 

15.00 –

16.15

Falk Pingel

Hans Petschar, Bilder vom Nationalsozialismus als „Ikonen“: Entstehung und Rezeption in Österreich

 

Christoph Hamann, Wechselrahmen. Narrativierungen von Schlüsselbildern - das Beispiel des kleinen Jungen aus dem Warschauer Ghetto.

 

 

16.15 –

16:45

Pause

 

16:45 –

18:30

 

Fortsetzung und Diskussion

Sa

8:30 – 10:00

Falk Pingel

Martin Krist, "Es gibt keinen jüdischen Wohnbezirk in Warschau mehr" - Die Bildikone zum Warschauer Ghettoaufstand im Unterricht der Oberstufe

 

Dominik Sauerländer, Fotografien über die Zeit von 1930 bis 1945 in orts- und regionalgeschichtlich ausgerichteten Publikationen aus der Schweiz

10:00 – 10:30

Pause

 

10:30 – 12:30

Werner Dreier

Hanno Loewy, Über den antisemitischen Gebrauch der Fotografie im Nationalsozialismus

 

Arno Gisinger: Die Vergangenheit in der Gegenwart: Fotografien über Orte und Objekte aus der NS-Zeit

12:30 – 15:00

Mittagspause

 

 

 

15:00 –

 

Pause

 

19:00

Werner Dreier

Hans Utz, Welche Richtlinien für die Auswahl und Aufbereitung von Fotografien über den Holocaust lassen sich aus der aktuellen Forschung ableiten?

 

Christine Althaus, Arbeit mit Fotografien über den Nationalsozialismus im Unterricht: Gibt es einen handlungsorientierten Umgang mit ihnen?

 

Mirjam Bertschi/Barbara Schnell, Erfahrungen mit dem Einsatz von Fotografien im Unterricht

 

Angelika Rieber, "Mit diesem Foto verbinde ich..."

Beobachtungen und Erfahrungen in multikulturellen Klassen und in der Lehrerfortbildung

 

So

8:30 – 1000

Hans Utz

Susanne Popp, Weg der Bilder in das Schulbuch. Ein Vergleich ausgewählter österreichischer, schweizerischer und deutscher Unterrichtswerke für die Sekundarstufe 1

 

Alexandra Binnenkade, Lehrmittel gestalten, Lernprozesse anregen: Bilder des Nationalsozialismus in der Schweiz.

10:00 – 10:15

Pause

 

10:15 –

11:30

Hans Utz

Cornelia Gyapong, Aus Fotos wird Geschichte. Der Umgang mit Fotos über den Nationalsozialismus an einer Hauptschule

 

Irmgard Plattner, "... trotz allem." Der Einsatz von Holocaust-Fotografien im Geschichtsunterricht.

 

11:30 – 12:00

 

Abschluss der Tagung

 

Schulbuch-Abteilung und Abteilung für Politische Bildung

"Mit Gewalt aus Bunkern hervorgeholt" - Das Bild des Jungen aus dem Warschauer Getto eines unbekannten Fotografen aus dem April /Mai 1943 ist wohl eine "Ikone" - die meisten Referenten bezogen sich in der Tagung auf dieses Bild. Warum gerade dieses Bild eine "Ikone" ist, war Gegenstand ausführlicher Debatten.
"Mit Gewalt aus Bunkern hervorgeholt" - Das Bild des Jungen aus dem Warschauer Getto eines unbekannten Fotografen aus dem April /Mai 1943 ist wohl eine "Ikone" - die meisten Referenten bezogen sich in der Tagung auf dieses Bild. Warum gerade dieses Bild eine "Ikone" ist, war Gegenstand ausführlicher Debatten.
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