Kulturehrenzeichen der Stadt Innsbruck für Irmi Bibermann und Horst Schreiber

Am 19. Oktober 2015 wurden Irmi Bibermann und unserem Tiroler _erinnern.at_- Netzwerker Horst Schreiber das „Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck“ verliehen.

Am 19. Oktober 2015 wurden Irmi Bibermann (Alte Heimat/Schnitt/Neue Heimat und _erinnern.at_-Mitarbeiterin bei vielen Projekten) und Horst Schreiber, Netzwerker für _erinnern.at_- Tirol mit dem „Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck“ ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte in  feierlichem Rahmen durch Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Neben zahlreichen VertreterInnen aus Stadtsenat und Gemeinderat wohnten auch Freunde, Familienangehörige und WegbegleiterInnen der Geehrten dem Festakt im Plenarsaal im Rathaus bei.

„Heute stehen Sie als zukünftige Trägerinnen und Träger des Kulturehrenzeichens im Mittelpunkt“, richtete Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ihren Dank an die Geehrten: „Ich möchte betonen, dass bei Ehrungen der Stadt Innsbruck der Gedanke, Menschen zu würdigen, die sich weit über ihre Pflicht hinaus für die Interessen der Gemeinschaft eingesetzt haben, im Vordergrund steht. Darüber hinaus finde ich es wichtig, die Öffentlichkeit auf jene Mitbürgerinnen und Mitbürger aufmerksam zu machen, deren Einsatz für unser Gemeinwesen beispielhaft ist und – um mit den Worten von Hilde Zach zu sprechen – ‚Das Gute muss auch Nachahmerinnen und Nachahmer finden‘“, betonte das Stadtoberhaupt.

Die Ehrung 2015 wurden vom Gemeinderat in der Sitzung am 16. Juli 2015 beschlossen.

Irmi Bibermann erhielt die Auszeichnung besonders für die Entwicklung und Leitung des Tiroler Theaterpädagogiklehrgangs (Schwerpunkt auf dem politischen, sozialen und emanzipatorischen Theater) und für die theatrale Vermittlung von Zeitgeschichte im Stück „Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat“, das über die Verfolgung und Vertreibung von jüdischen Kindern und ihren Familien aus Innsbruck in der NS-Zeit erzählt. Weiters für die theatrale Aufarbeitung von Sozialgeschichte im Stück „Jetzt wird geredet“, in dem die Berichte von 14 ehemaligen Zöglingen über ihre Zeit in Heimen der Stadt Innsbruck, über Misshandlung und Diskriminierung, aber auch über  ihr Ringen um ein „normales Leben“ in Würde und Anerkennung auf die Bühne gebracht werden. Außerdem war sie an zeitgeschichtlichen Buchprojekten beteiligt u.a., „Von Innsbruck nach Israel. Der Lebensweg von Erich Weinreb / Abraham Gafni“.

 

Horst Schreibers wissenschaftliche Publikationsliste sprengt den Rahmen diese Seite, wir verweisen deshalb auf seine Homepage http://www.horstschreiber.at! Besonders ausgezeichnet wurde er für seine jüngste Studie "Restitution von Würde. Kindheit und Gewalt in Heimen der Stadt Innsbruck".

Das Team von _erinnern._at_ gratuliert sehr herzlich zur verdienten Auszeichnung!

abgelegt unter:
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) gratulierte gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (r.) sowie Stadtrat Andreas Wanker und Gemeinderätin Patrizia Moser den Geehrten bei der Verleihung des Kulturehrenzeichens der Stadt Innsbruck. Bildmitte vorne Irmi Bibermann, dahinter Horst Schreiber
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) gratulierte gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (r.) sowie Stadtrat Andreas Wanker und Gemeinderätin Patrizia Moser den Geehrten bei der Verleihung des Kulturehrenzeichens der Stadt Innsbruck. Bildmitte vorne Irmi Bibermann, dahinter Horst Schreiber
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