IWitness nun auch für österreichische Schulen

_erinnern.at_ hat seine Kooperation mit dem Shoah Foundation Institute for Visual History and Education der University of Southern California vertieft und bietet nun die erste deutschsprachige Videosammlung auf IWitness an.

Das USC Shoah Foundation Institute führt seit den frühen 90er Jahren Video-Interviews durch um eine Sammlung von Interviews mit Überlebenden und anderen ZeugInnen des Holocaust zu schaffen. Das vom Regisseur Steven Spielberg gegründete Institut interviewte jüdische Überlebende und ZeitzeugInnen mit anderem Verfolgungshintergrund –  Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, politische Gefangene und Opfer der „Euthanasie“. Auch HelferInnen und RetterInnen, BefreierInnen und an Kriegverbrecherprozessen Beteiligte wurden interviewt. Zwischen 1994 und 2014 trug das USC Shoah Foundation Institute 55.000 ZeitzeugInneninterviews aus 64 Ländern in 42 Sprachen zusammen und ist heute eines der größten digitalen Videoarchive der Welt. Darunter befinden sich fast tausend ZeitzeugInnen-Gespräche in deutscher Sprache.

IWitness

Um diese Sammlung für Schulen zu erschließen, gründete das USC Shoah Foundation Institute das Portal IWitness. Auf der kostenlosen Lernwebsite IWitness.usc.edu können SchülerInnen über 1500 Video-Interviews mit ZeitzeugInnen ansehen. Das Angebot richtet sich an die Sekundarstufe I & II sowie an Studierende. Für PädagogInnen bietet IWitness zudem zahlreiche Hilfestellungen für den Unterricht mit ZeitzeugInnen-Videos.

Eine multimediale Lernwebsite

IWitness ist flexibel gestaltet und eröffnet PädagogInnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, Video-Interviews mit ZeitzeugInnen in den Unterricht zu integrieren. So können lediglich einzelne Video-Clips gezeigt werden, die virtuellen Klassenzimmer ermöglichen aber auch mehrtägige Schulprojekte. IWitness eignet sich auch für blended learning, Module können beispielsweise auch als Hausaufgabe gegeben werden. Neben den Video-Interviews bietet IWitness Lernmodule, Hintergrundinformationen und SchülerInnen die Möglichkeit eigene Videos zu schneiden und Sammlungen anzulegen.

Erstes Modul für österreichische Schulen

_erinnern.at_ hat in Kooperation mit dem USC Shoah Foundation Institute nun das erste deutschsprachige Lernmodul erstellt. Dieses Modul befasst sich, anlässlich des Gedenkjahres, mit dem „Anschluss“. Dafür wurden 12 Video-Interviews mit ZeitzeugInnen aus der umfassenden Sammlung ausgewählt und für den Schulgebrauch auf wenige Minuten zugeschnitten. In diesem ersten Modul erzählen ZeitzeugInnen wie sie den „Anschluss“ erlebt haben, welche Konsequenzen die Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich unmittelbar auf sie hatte, wie sie sich fühlten, wie die antisemitische Verfolgungspolitik SchülerInnen aus der Schule ausschloss oder wie Familien aus ihren Wohnungen vertrieben wurden.

Helli Neuhaus erzählt von den Wochen vor dem "Anschluss". Sie berichtet davon, dass man in Österreich sehr wohl vor dem März 1938 von den Gräueln der Nationalsozialisten im Deutschen Reich informiert war.

 

Antonia Bruha berichtet, wie sie den "Anschluss" in Wien als Teil der tschechischen Minderheit miterlebte und erzählt von einem skurrilen Ereignis.

 

12 Video-Interviews mit Opfern des Nationalsozialismus sind ab sofort im ersten deutschsprachigen Modul auf IWitness verfügbar. Im Laufe der folgenden Monate werden weitere deutschsprachige Lerninhalte folgen.

 

Zum Lermodul „Anschluss“ auf IWitness: - Link

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_erinnern.at_ hat in Kooperation mit dem USC Shoah Foundation Institute nun das erste deutschsprachige Lernmodul für IWitness erstellt.
_erinnern.at_ hat in Kooperation mit dem USC Shoah Foundation Institute nun das erste deutschsprachige Lernmodul für IWitness erstellt.
12 Zeitzeugen berichten auf IWitness darüber, wie sie den „Anschluss“ und seine Konsequenzen erlebt haben.
12 Zeitzeugen berichten auf IWitness darüber, wie sie den „Anschluss“ und seine Konsequenzen erlebt haben.
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