Webinar und Lesung für Lehrkräfte am 2. Februar 2023: "Verdammt starke Liebe"

Zum Auftakt des _erinnern.at_-Jahresschwerpunkts „Die Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen während der NS-Zeit in Österreich“ lädt der OeAD gemeinsam mit QWIEN - Zentrum für queere Geschichte Wien am 2.2.2023 zum Webinar mit dem Autor und Pädagogen Lutz van Dijk.

Das OeAD-Programm _erinnern.at_ widmet sich 2023 in einem Jahresschwerpunkt der Verfolgung und Ermordung Homosexueller während der NS-Zeit in Österreich sowie der schulischen Vermittlung dieses Themas.

Den Auftakt des Themenjahres bildet eine Lesung mit dem international bekannten Historiker, Aktivisten und Jugendbuch-Autor Lutz van Dijk. Er war einer der führenden Initiatoren einer Petition für eine Gedenkstunde für die homosexuellen Opfer der NS-Zeit im Deutschen Bundestag. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen wird die Gedenkstunde am 27. Jänner 2023, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, im Deutschen Bundestag feierlich begangen.

Lutz van Dijk, der viele Jahre als Lehrer gearbeitet hat, wird aus diesem Anlass aus seinem 1991 erschienen Jugendbuch „Verdammt starke Liebe“ lesen. Das Buch gilt mittlerweile als Klassiker und erzählt die wahre Geschichte einer Liebesbeziehung zwischen dem polnischen Jugendlichen Stefan K. und dem nur wenig älteren deutschen Wehrmachtssoldaten Willi G. während des Zweiten Weltkriegs.

Lutz van Dijk wird über die Möglichkeiten des Unterrichtens mit dem Buch sowie zu den Themen sexuelle Vielfalt und Diskriminierung sprechen. Gerahmt wird der Abend mit historischen Informationen zur Spezifik der Verfolgung homosexueller Frauen und Männer in Österreich sowie mit Einblicken in das Themenjahr und den von _erinnern.at_ geplanten Veranstaltungen und Maßnahmen.

Zeit: 2. Februar 2023 | 18 Uhr

Ort:
Online via Zoom: https://zoom.us/j/99477063308



18:00              
Begrüßung
Jakob Calice, OeAD, Geschäftsführer – tbc und
Barbara Weitgruber, BMBWF, Sektionschefin „Wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten“

18:10              
Die Verfolgung von Homosexuellen während der NS-Zeit in Österreich 
Inhaltliche Einführung in das Jahresthema, Hannes Sulzenbacher, Co-Leiter QWIEN – Zentrum für queere Geschichte, Wien

18:20              
Einblicke in das Themen-Jahr im OeAD-Programm _erinnern.at_,
Jennifer Barton, OeAD-Programm-Referentin

18:30              
„Verdammt starke Liebe“ – Lesung und Gespräch mit Lutz van Dijk, Fragen des Publikums

19:30             
Ende der Veranstaltung

Moderation: Patrick Siegele, OeAD-Bereichsleiter Holocaust Education

Teilnahme

Für die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung notwendig. Einfach auf den Zoom-Link klicken und  dabei sein: 

https://zoom.us/j/99477063308


Weiters kann das Webinar auch im Livestream auf unserer Facebook-Seite verfolgt werden. 

Lutz van Dijk

Lutz van Dijk wurde 1955 in Berlin geboren. Er war mehrere Jahre Lehrer an einer Sonderschule in Hamburg. Nach einem Zweitstudium (u.a. in Israel) war er in der Lehrerausbildung und im Anne-Frank-Haus in Amsterdam tätig. Seine Jugend- und Sachbücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und erhielten verschiedene Preise. Seit 2001 ist er in Kapstadt als Mitgründer der Stiftung HOKISA (Homes for Kids in South Africa) tätig, die ein Zuhause bietet für benachteiligte Kinder in einem Towship. Er lebt in Kapstadt und Amsterdam.

 

Zum Buch „Verdammt starke Liebe. Die wahre Geschichte von Stefan K. und Willi G.“

Stefan ist vierzehn, als sich mit dem Überfall Deutschlands auf Polen im Sommer 1939 sein Leben über Nacht ändert. Er, der immer ein guter Schüler war, darf nun nicht mehr die Schule besuchen, sein Vater wird als Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert. Bald geht es für ihn und seine Familie nur noch ums Überleben. Zwei Jahre später lernt er Willi kennen, einen jungen deutschen Soldaten. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick – doch Liebe zwischen Männern verfolgen die Nazis streng. Trotz der ungeheuren Gefahr, die eine Beziehung für sie beide bedeutet, gehen sie das Wagnis ein. Nach einigen Monaten des heimlichen Glücks wird Willi an die Ostfront versetzt. Stefan ist verzweifelt. Als er über Wochen keine Nachricht von Willi erhält, schreibt er ihm einen verhängnisvollen Brief. Wenig später wird er verhaftet, gefoltert und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wird er überleben? Und was ist aus Willi geworden?

Alle Informationen zu unserem Jahresthema 2023 "NS-Verfolgung Homosexueller" 

Erstellt am 2022-12-15T15:34:26+01:00, zuletzt geändert 2023-01-11T17:09:13+01:00